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Neues
Mittel gegen Grünen Star
Zerstörung des Sehnervs bereits im Tierversuch eingedämmt !
Mit einem Mittel, daß eigentlich für die Behandlung der Autoimmunkrankheit
Multiple Sklerose entwickelt wurde, gehen Wissenschaftler des Weizmann
Instituts im israelischen Rehovot, nun gegen den Grünen Star vor.
In einem Experiment mit Ratten ist es ihnen gelungen, die Zerstörung
des Sehnervs bei der gefürchteten Augenkrankheit einzudämmen:
Sie konnten den Verlust der Nevenzellen von 28 Prozent auf vier Prozent
reduzieren. Die Ergebnisse wurden in "Proceedings of the National
Academy of Sciences" veröffentlicht.
Anders als bisherige Therapien zielt das Medikament "Copaxone"
nicht auf die primäre Ursache des grünen Stars - den extrem
erhöhten Augeninnendruck - ab. Das immunologisch wirkende Medikament
verhindert stattdessen die Zerstörung des Sehnervs. Wie die Wissenschaftler
feststellen konnten, schreitet diese nämlich selbst bei einer erfolgreichen
Verminderung des Augeninnendrucks voran. (Quelle: Bild der Wissenschaft)
Langzeiteffekte
bei Lasis unbekannt
Kanadische Gesundheitsbehörde warnt vor Laserchirurgie !
Focus Net-News berichtet von einer Veröffentlichung der kanadischen
Gesundheitsbehörde, in der vor einem refraktiven chirurgischen Eingriff
zur Korrektur von Fehlsichtigkeit gewarnt wird. Begründet wird die
Warnung damit, daß Langzeiteffekte noch nicht bekannt sind und Komplikationen
auftreten können. Besonders die Sehfähigkeit im Dunkeln und
die Kontrastempfindlichkeit werden durch den Eingriff gemindert.
In der Meldung heißt es weiter, daß in manchen Kliniken der
Preis dür die Behandlung bereits von 3000 auf 999 kanadischen Dollar
gesunken ist, was Zweifel an der Seriosität der operierenden Augenärzte
aufkommen läßt. (Quelle: www.euro-focus.de)
Künstlicher
Glaskörper für verletzte Augen
Neues elastisches Gel wird demnächst an Menschen getestet !
Russische Chemiker haben künstliche Glaskörper für Augen
entwickelt. Die Glaskörper aus hoch elastischem Gel sind transparent
und können nach einer schweren Verletzung des inneren Auges die verlorene
Sehfähigkeit wieder herstellen, berichtet die russiche Agentur "Informnauka"
Das Implantat besteht zu 98 Prozent aus Wasser und wird von Kunststoffmolekülen
zusammen gehalten. In den Augen von Kaninchen wird der neue Glaskörper
nicht abgestoßen, erklären Alexander Korgodskiy und seine Mitarbeiter
von der Monkauer Mendelejew-Universität. Auch nach einem Jahr war
das Implantat noch transparent. Die Wissenschaftler wollen die Glaskörper
nun am Menschen erproben.
Bisher spritzten Ärzte Silikon in die Augenhöhle, um den Glaskörper
zu ersetzen. Flüssiges Silikon kann allerdings die Form nicht halten
und wird nach einiger Zeit abgestoßen.
(Quelle: Bild der Wissenschaft)
Brille
gegen Flugangst
Software und Spezialbrille sollen Flugangst therapieren !
Multimedia ist längst auch in der Medizin zur Zauberformel geworden.
Das Center für Advaned Multimedia Psychotherapy (CAMP), eine Non-Profit-Organisation
aus San Diego, behandelt Patienten mit Flugangst mit multimedialen Hilfsmitteln.
Mit Hilfe einer Spezialbrille und einer Software wird der Patient in eine
Flugsituation versetzt. Er bewegt sich virtuell durch die Lüfte und
soll dadurch lernen, seine Ängste abzubauen. Diese Therapie soll
Patienten schnell, billig und vor allem ohne das Risiko einer realen Panik
in der Luft, von ihrer Flugangst heilen. (Quelle: www.vrphobia.com)
Ein ähnliches Prinzip ist auch in Form einer realen Brille mit einem
stabilisiertem Horizont auf dem Markt. (Anmerkung der Redaktion)
Hornhaut
im Labor gezüchtet
Erste Anwendungen bei Patienten !
Das Nachtrichtenmagazin FOCUS berichtet in seiner Ausgabe, wie Mediziner
die äußere Schicht der Hornhaut züchten. Dabei wird ein
kleines Gewebestück mit Stammzellen in Limbusnähe aus der Hornheit
des gesunden Auges entnommen und auf einem Stück Amnion-Eihaut, die
bei Kaiserschnittgeburten übrig bleibt - gesetzt. Die Zellen vermehren
sich und binnen acht Wochen entsteht eine Hornhautschicht.
Bislang konnte aber nur die äußerste Hornhautschicht gezüchtet
werden. Die Züchtung aller Schichten wäre ein weiterer großer
Erfolg.
Vor allem für Patienten mit Verätzungen und chronischen Entzündungen
könnte diese Methode - wenn sie ausgereift ist - in Frage kommen.
Der Großteil derjenigen, deren Hornhaut durch Unfall und Krankheit
getrübt oder von Narben durchzogen ist, wird vorerst weiter auf einen
geeigneten Spender warten müssen. (Quelle: www.focus.de)
Forschung:
Blinde sehend machen
Augenmedizin setzt auf High Tech !
Gezüchtete Netzhäute, Kameras die Bilder direkt ins Gehirn
übertragen, Mikro-Computer im Augapfel - kaum eine andere Fachrichtung
ist so betroffen von High-Tech wie die Augenmedizin.
Als Pionier gilt der Biophysiker William Dobelle von der Columbia-Universität
, New York, der vor ca. 16 Jahren ein riskantes Experiment begann. Durch
eine Brille mit integrierter Videokamera, einem Ultraschallsensor, der
Entfernung misst und einem Computer am Gürtel, der die Daten kombiniert
und über eine Öse hinter dem rechten Ohr ins Sehzentrum des
Gehirns einspeist, kann der blinde Jerry (Probant) nun wieder sehen.
Andere Forscher arbeiten derzeit an einer ganzen Reihe von Alternativen.
Am weitesten gediehen ist die Entwicklung von Neurochips. Ende Juni 2000
pflanzte eine Forschergruppe drei erblindeten Patienten einen Mikrochip
hinter die Netzhaut ins Auge. Ein weiterer Weg ist, die Netzhaut mit gezüchtetem
Material. Ein Team aus Lausanne wagte sich bereits an das menschliche
Sehorgan. (Quelle: www.sueddeutsche.de)

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